Frühlingsgefühle
Reminiszere
Dirk Cehak
Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Koblenz
Der erste März gilt rein meteorologisch als Frühlingsbeginn. Nach den zuletzt doch recht milden Tagen hatte man auch den Eindruck, den Winter endlich hinter sich gelassen zu haben. Doch Obacht: Nicht nur Autofahrer wissen, dass man Winterreifen von „O bis O“ aufgezogen hat. Also von Oktober bis Ostern. Auch der Kalender selbst verrät, dass der eigentliche Frühlingsbeginn erst am 20. März ist.
Wie dem auch sein. Jesus lenkte einmal in einem seiner Gleichnisse die Aufmerksamkeit auf blühende Bäume. Er machte daran nicht nur die passende Jahreszeit fest, sondern auch die Nähe und Ankunft des Reiches Gottes. Nachzulesen im Lukasevangelium, Kapitel 21, Verse 29-31. Der unmittelbare Zusammenhang hat es in sich: Die Welt gerät aus allen Fugen, es geht drunter und drüber und Endzeitstimmung macht sich bei Lukas breit.
Heute erlebt manch einer unsere Welt ähnlich bedrückend und belastend. Die schlechten Nachrichten reißen nicht an, verrückte Regierungschefs drehen am Rad und die Zukunft erscheint eher düster als hell.
Wenn sich jetzt im März „peu à peu“ die ersten Frühblüher einstellen, sind mir diese kleinen Zeichen immer wieder auch ein Beispiel für Gottes Nähe und seine Verheißung für diese Welt. Wir werden nicht im Stich gelassen. Das macht Hoffnung. Im Grunde haben die kalten Tage keine Chance mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir unsere Winterreifen wechseln. Auch die Tage der Diktatoren und Despoten sind gezählt. Denn Gott ist schon mitten am Werk und sein Reich ist nicht fern.
Wir laden herzlich in unsere Kirchen und Gemeinden der Region ein. Schauen sie mal vorbei und schließen sie sich unserer Hoffnungsgemeinschaft an.
