Zuversichtlich voran!
17. Sonntag nach Trinitatis
Ich gehe spazieren. Mein Blick wandert über die abgeernteten Felder. In einiger Entfernung sehe ich eine Kapelle. Sie ist lichtdurchflutet. Die abendliche Sonne, direkt hinter der Kapelle, strahlt mit ihrem warmen, rotgoldenen Licht durch die Fenster des alten Gotteshauses. Ein wunderschöner Anblick!
Doch in die Bewunderung mischt sich auch ein wenig Wehmut. Denn ich merke, die Tage werden wieder kürzer. Und der kalendarische Herbstanfang diese Woche lässt keinen Zweifel daran, dass die dunkle Jahreszeit begonnen hat. Trübe Stimmung legt sich auf den einen oder anderen. Gesellschaftliche Entwicklungen und Nachrichten aus aller Welt lassen zudem nicht unbedingt strahlende Lichtmomente für Herbst und Winter erwarten. Mancher fürchtet die vor uns liegenden Monate.
Ein „Lichtstrahl“ aus Palm 27 (die Bibel) aber weckt Hoffnung und Zuversicht: Der HERR ist mein Licht und meine Rettung – vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist die Kraft meines Lebens – vor wem sollte ich erschrecken?
Ganz gleich, ob es die dunklen Monate sind, persönliche Schicksalsschläge oder die Ratlosigkeit in herausfordernden Lebenslagen: ER ist da. ER, dessen Nähe tröstet. ER, dessen Liebe Geborgenheit schenkt. ER, dessen Kraft unbegrenzt ist. GOTT. Seine Strahlen der Liebe vertreiben jede Dunkelheit. Voller Kraft, voller Wärme! Ganz wie das warme Sonnenlicht, das gerade so wunderbar durch die Fenster der alten Kapelle leuchtet.
