Perlen des Glaubens
Quasimodogeniti
Von Pfarrerin Dr. Anna Quaas
Evangelische Studierendengemeinde Koblenz
Das Sommersemester an der Universität Koblenz hat begonnen. Seit Dienstag füllen junge Menschen wieder die Hörsäle und Seminare – für ihr Studium oder ihre Forschung. Sie bereiten sich auf ihren Berufsweg vor.
Das Leben wird nicht einfacher – das spüren viele junge Erwachsene.
Als evangelische Kirche wollen wir Studierende in dieser Lebensphase begleiten, in der so vieles zu entscheiden ist: Was will ich beruflich erreichen, und womit möchte ich einen Großteil meiner Lebenszeit verbringen? Was ist mir privat wichtig: Möchte ich in einer Partnerschaft leben? Wie wichtig ist mir Familie? Was bedeuten mir Freundschaften? Und: Was kann ich dazu beitragen, dass sich unsere Welt in eine gute Richtung entwickelt? Viele Fragen, die verunsichern können.
Auf der Wunschliste für unser Programm im Sommersemester stand dieses Mal unter anderem ein Workshop zu den „Perlen des Glaubens“. In diesem Workshop soll ein individuelles Armband entstehen – mit Perlen, die symbolisch für den eigenen Glauben stehen. „Perlen des Glaubens“ – ein passender Begriff, wie ich finde. Denn das Faszinierende an Perlen ist, dass ihre Entstehung nicht vollständig erklärbar ist: Ein winziger Fremdkörper in der Muschel erhält Schicht um Schicht eine neue Hülle. Am Ende entsteht etwas Wertvolles, das glänzt.
Auch der Glaube entsteht oft im Ringen mit existenziellen Fragen. Er kann Orientierung im Leben geben.
Was sind Ihre Perlen des Glaubens? Was hilft Ihnen, gewappnet zu sein für die großen Entscheidungen des Lebens? Wenn Sie Ihr eigenes Armband gestalten würden – welche Symbole würden Sie für Ihren Schatz des Glaubens auswählen?
