Mutig sein ...
4. Sonntag nach Trinitatis
Mutig sein ......
das klingt nach großen Taten, nach Heldinnen und Helden, die über sich hinauswachsen.
Doch im Alltag zeigt sich Mut oft ganz leise: in einem ehrlichen Wort, in einem ersten Schritt trotz Angst, im Aushalten schwieriger Zeiten.
Die Bibel kennt diesen leisen Mut gut. Immer wieder heißt es dort: „Sei getrost und unverzagt“ (Josua 1,9).
Diese Worte richten sich nicht an besonders starke Menschen, sondern an solche, die sich unsicher fühlen.
Gott traut ihnen etwas zu – nicht, weil sie keine Angst haben, sondern weil sie nicht allein sind.
Mut bedeutet nicht, furchtlos zu sein.
Mut heißt, der Angst nicht das letzte Wort zu überlassen. Es ist der kleine Entschluss, heute aufzustehen, obwohl gestern schwer war. Es ist das Vertrauen, dass ein Weg sich zeigen wird, auch wenn er noch im Nebel liegt. Gerade in Zeiten, in denen vieles unsicher erscheint, brauchen wir diesen Mut. Und manchmal wächst er dort, wo wir ihn am wenigsten vermuten: in einem freundlichen Blick, in einem Gespräch, im Wissen, getragen zu sein. Vielleicht beginnt Mut genau hier – in dem leisen Glauben, dass Gott mitgeht.
Schritt für Schritt. ...
