Ein neues Jahr – nur Mut!

Neujahr / 2. Sonntag nach Christfest

Von Pastor David Rauhut, Koblenz


„Ein gutes neues Jahr!“ „Alles Beste für 2026!“ „Ich wünsche Ihnen ein friedvolles Jahr 2026!“
In diesen Tagen erleben wir so viele gute Wünsche. Wie schön! Das tut wohl allen gut. Und vielleicht ist uns gerade in dieser Zeit des Jahreswechsels besonders bewusst, wie zerbrechlich Wohlergehen und Frieden sind. Denn wenn ich an Frieden denke, dann denke ich nicht allein an die Abwesenheit von Krieg oder Streit, sondern vielmehr an einen tiefen inneren Frieden. Und dieser ist alles andere als selbstverständlich.  

Auf dem Weihnachtsmarkt von jemandem bestohlen worden. Das Portemonnaie mit allen Karten und Dokumenten entwendet – Frieden? Mit Mühe und Not den Familienfrieden über die Feiertage gerettet, aber alle spüren die zerbrochenen Beziehungen – Frieden? Wieder diese bedrückende Einsamkeit – Frieden? Das eigene Unternehmen mit großen Träumen gegründet und jetzt droht die Insolvenz – Frieden? Die Liste ließe sich fortführen.

Und dennoch können und dürfen wir mit Hoffnung auf das kommende Jahr schauen! Nicht, weil wir bereits für alle Probleme Lösungen hätten. Nein, meine Hoffnung für ein friedvolles neues Jahr ruht in den Worten des Propheten Jesaja, der uns zuspricht:

Die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht. (Bibel, Jesaja 40,31)

Der vertrauensvolle Blick auf Gott verändert alles: ER, der alle Macht im Himmel und auf Erden hat, steht über meinen Fragen und Sorgen. Und dieses Vertrauen schenkt mir tiefen und überaus beständigen Frieden! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen ein friedvolles neues Jahr 2026!

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