Zueinander finden

Persönlicher Rückblick auf das erste Fest der Religionen in Koblenz-Neuendorf

Koblenz. Mit „Frieden – Schalom – Salam“ empfängt mich ein Banner am Gelände der TuS Neuendorf 82. Es ist Pfingstsonntagnachmittag. Die Sonne scheint. Links spielen junge Leute Fußball. Ich entdecke eine Presbyterin aus Vallendar. Seit gut zwei Stunden feiern Angehörige verschiedenster Glaubensgemeinschaften das erste Fest der Religionen in Koblenz. Ich befahre das Grundstück im Elektrorollstuhl. Jemand kommt auf mich zu und schenkt mir einen Becher mit Aufdruck – der Engel der Kulturen ist darauf abgebildet. Er verbindet die Symbole von Judentum, Christentum und Islam.

Der Kaffeevorrat ist gerade erschöpft und wird neu gekocht. Ein gutes Zeichen, denke ich. Auch das benachbarte Kuchenbuffet ist fast leer. Mein Blick übers Gelände erklärt, warum. Viele sind gekommen. Sitzen entspannt und in Gespräche vertieft auf Bänken an Tischen unter Pavillons. Kinder spielen. Ich treffe weitere Bekannte, Kolleginnen und Kollegen, evangelische und katholische Glaubensgeschwister. Die Wiedersehensfreude ist groß. Es hat gefühlt ganz was Selbstverständliches, hier zu sein mit all den Anderen.

„Zueinander finden“ ereignet sich anders, als ich es mir vorgestellt habe. Wir sind miteinander beieinander ohne vertiefendes Kennenlernen. Was wir gleichermaßen erleben, ist große Gastfreundschaft. Ein verbindender Grundsatz der drei großen Weltreligionen.

Wer hat das Fest organisiert? Wer baut auf und ab? Wer hat den Kuchen gebacken? Wer übernimmt die Kosten? Unwichtig!

Danke dafür!

Text und Fotos: Katrin Püschel.

Erkannt! Mitorganisator Superintendent Rolf Stahl.

Kaffee am Donnerstagmorgen im Büro.

 

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