Präses „tief erschüttert“ nach verheerender Explosion im Libanon

Rekowski schreibt persönlichen Brief an Generalsekretär der Kirche NESSL.

Düsseldorf (7. August 2020). In einem persönlichen Brief an den Pfarrer und Generalsekretär der Evangelischen Kirche in Syrien und im Libanon (NESSL), Joseph Kassab, hat sich der rheinische Präses Manfred Rekowski „tief erschüttert“ gezeigt von den Folgen der verheerenden Explosion in Beirut am Dienstagabend. „Wir sind in unseren Gedanken und Gebeten bei Ihnen, Ihren Mitchristen und allen betroffenen Landsleuten“, heißt es in dem Schreiben. Der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland sicherte dem Glaubensbruder zu, die Gemeindeglieder zu bitten, „in dieser Situation für die Nothilfe im Libanon zu spenden, damit möglichst vielen rasch in der größten Not geholfen werden kann“.

Delegation der rheinischen Kirche besuchte den Libanon im August 2019

Rekowski hatte den Libanon mit einer Delegation der rheinischen Kirche erst im August vergangenen Jahres besucht. „Wir waren besonders beeindruckt, wie engagiert Ihre Kirche durch den Unterhalt verschiedener Schulen ein gemeinsames Lernen von christlichen und muslimischen Schülerinnen und Schülern fördert und so wirksame Friedensarbeit in einem Land leistet, das von religiösen und politischen Interessen zerrissen ist“, schreibt der Präses, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Ihn habe auch das Eintreten für die im Libanon lebenden Flüchtlinge und eine interreligiöse Zusammenarbeit bewegt.

Ökonomische und politische Lage verschärft sich weiter

Zugleich habe Joseph Kassab der rheinischen Delegation aber auch vor Augen geführt, vor welch herausfordernden Problemen der Libanon in einer schwierigen ökonomischen und politischen Situation stehe. Dies habe sich in den vergangenen Monaten noch deutlich verschärft. „Die Ereignisse in dieser Woche erschweren die Lage in Ihrem Land nun außerordentlich“, so der Präses in seinem Brief. Rekowski und rheinische Vizepräsident Dr. Johann Weusmann hatten sich bei ihrem Besuch im vergangenen Jahr ein Bild von der Situation im Bürgerkriegsland Syrien und von der Lage der Flüchtlinge im benachbarten Libanon gemacht. Die kleine Delegation der rheinischen Kirche war mehrere Tage in den beiden Ländern unterwegs gewesen.

Stichwort: Spendenaufruf der Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für sofortige Nothilfe in Beirut und dem ganzen Libanon auf. Über ihren Partner IOCC (International Orthodox Christian Charities), der Strukturen, Personal und Büro in Beirut hat, ist sie schon vor Ort aktiv. Das Spendenkonto bei der Evangelischen Bank lautet: IBAN DE68520604100000502502, Stichwort „Nothilfe Libanon“.

Pressemitteilung: Evangelische Kirche im Rheinland, Ekkehard Rüger.

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