„Mit leichtem Herzen und frei von aller Last“

Jugendreferent Albrecht Birx und Jugendpfarrer Gerd Götz testen den „Altersruhesitz“.
Jugendreferent Albrecht Birx und Jugendpfarrer Gerd Götz testen den „Altersruhesitz“.

Jugendreferent Albrecht Birx in den Vorruhestand verabschiedet

Koblenz. Mittwochmorgen, 8:15 Uhr, zum letzten Mal nimmt Albrecht Birx an der monatlichen Andacht mit Kolleginnen und Kollegen des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz in der Superintendentur teil. Eine Kerze brennt, Gesangsbücher liegen aus, Superintendent Rolf Stahl lenkt die Aufmerksamkeit auf den kreiskirchlichen Jugendreferenten, der nach 27 Jahren zum 1. Oktober in den Vorruhestand tritt. Diese Form des Abschieds hatte sich der gelernte Radio- und Fernsehtechniker, Diakon, Sozialarbeiter und –pädagoge sowie Supervisor gewünscht.

Rolf Stahl gestaltet den geistlichen Impuls, findet Parallelen zum Grimmschen Märchen von „Hans im Glück“ und bittet Gott um seinen Segen für den weiteren Lebensweg des scheidenden Kollegen „mit leichtem Herzen und frei von aller Last“.

Vielfältige Spuren hat Albrecht Birx in fast drei Jahrzehnten seines dienstlichen Wirkens gelegt. Bleibend dankbar ist er für die teilweise Refinanzierung gemeindlicher Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum durch Landesmittel im Vierthäler-Gebiet, in Winningen und für ein vor einigen Jahren beendetes regionales Projekt. Beratend war er tätig bei der konzeptionellen Errichtung und Wiederbesetzung von Stellen für pädagogische Fachkräfte in zahlreichen der insgesamt 24 Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Koblenz. Er war Mitbegründer des StadtJugendRing Koblenz e.V. Um sich für die langjährige ökumenische Zusammenarbeit zu bedanken, kam auch Margret Sundermann als Überraschungsgast zur morgendlichen Andacht. Außerdem war Birx Vorstandsmitglied des Kreisjugendrings Mayen-Koblenz, der Interessenvertretung der Kinder, Jugendlichen und Jugendverbände.

Ein wesentlicher konzeptioneller Ansatz der Fachstelle besteht darin, weitestgehend mobil vor Ort in Gemeinden und Regionen aktiv zu werden und Kinder- und Jugendangebote im Flächenkirchenkreis zu initiieren und vernetzend umzusetzen. Eine Vielzahl von Aktionen und Projekten finden dazu in Kooperation mit örtlichen Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, Pfarrerinnen und Pfarrern statt. Beispielhaft sei das bis heute existierende begehbare „Labyrinth der Sinne“ auf dem Mallendarer Berg in Vallendar genannt. Am Himmelfahrtswochenende 2006 hatten 120 Kinder und 90 Erwachsene ein für die Region einmaliges Naturprojekt geschaffen.

Kein Aktionstag „Koblenz spielt“ ohne Albrecht Birx am Infostand für die evangelische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, kein „KonfiCup“, das Fußballturnier für Konfirmandinnen und Konfirmanden aus diversen evangelischen Gemeinden im Kirchenkreis, ohne ihn.

Jugendpfarrer Gerd Götz aus Vallendar: „Albrecht Birx hat in den langen Jahren seiner Tätigkeit im Kirchenkreis viele Impulse gegeben, Initiativen vorangetrieben und begleitet. Er hat so die Jugendarbeit in der Region nachhaltig geprägt und für die Zukunft gestärkt“ Bereits einige Tage zuvor hatten sich die Mitglieder des Kreissynodalen Jugendausschusses zusammen mit Pfarrer Götz von ihrem Jugendreferenten verabschiedet und ihm eine Bank für den Altersruhesitz im hessischen Vogelsbergkreis geschenkt. Superintendent Stahl ergänzte das Präsent für den Kirchenkreis durch drei gefilzte Sitzkissen aus gefärbter Naturwolle, Öffentlichkeitsreferentin Katrin Püschel übergab einen Aufkleber mit dem Schriftzug „Reserviert für gute Gespräche“.

Das Bewerbungsverfahren für die Neubesetzung der Stelle des kreiskirchlichen Jugendreferenten bzw. der kreiskirchlichen Jugendreferentin läuft.

Weitere Infos zum Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz: www.jugendreferat-koblenz.de

Pressemitteilung: Katrin Püschel. Foto: Gabi Luy.

 

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