Kreissynode Koblenz hat im Internet getagt

Evangelische Kirche in der Pandemiezeit

Evangelischer Kirchenkreis Koblenz. Am Samstag (7. November) hat die halbtägige Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz mittels einer Videokonferenz im Internet getagt. 109 stimmberechtigte Mitglieder, ein paar mit beratender Stimme und auch Verwaltungskräfte der Koblenzer Superintendentur nahmen teil – mit Kopfhörer und Computer vor der Nase, denkbar weit voneinander entfernt im Norden von Rheinland-Pfalz, um Infektionen mit dem Corona-Virus zu verhindern.

Besonders betonte Superintendent Rolf Stahl in seinem jährlichen Bericht vor den Synodalen: „Eine Pandemie bestimmt den weltweiten Alltag, darin auch kirchliches Leben bei uns und unseren ökumenischen Geschwistern. […] Es gibt zahlreiche gute Beispiele für Anteilnahme, Hilfsbereitschaft und Kreativität. Darüber wäre viel zu sagen. Ich bedanke mich für die vielen neuen Ideen und Initiativen in den Kirchengemeinden und Einrichtungen. Sie halten Kirche und Diakonie erkennbar, erfahrbar und zugänglich.“

Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Wahlen: Superintendent Rolf Stahl bleibt für die kommenden acht Jahre leitender Geistlicher des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz. Die Synode hat den Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Lützel mit eindeutiger Mehrheit im Amt bestätigt.

Programmatisch äußerte er sich in seiner Vorstellungsrede zur Wiederwahl. Bei allem, was sich in den kirchlichen Landschaften ändert, wolle er die wesentliche Orientierung nicht verlieren. Wegweisend auch für die neue Legislaturperiode seien ihm drei Aspekte: „Ökumene, weil wir miteinander glaubwürdiger sind, als nebeneinander oder sogar gegeneinander. Sei es in der direkten Nachbarschaft oder auch weltweit. Diakonie, weil Gott uns als Nächste ans Herz legt. Tätige Nächstenliebe ist Gottesdienst. Ohne diakonische Arbeit geht Kirche nicht. Religion, weil ich mich durch Gottes Liebe auch denen verbunden weiß, die meinen Glauben nicht teilen, einen anderen bekennen oder gar keinen.“

Ebenfalls wieder gewählt hat die Synode sechs Mitglieder des Koblenzer Kreissynodalvorstandes (KSV). Skriba: Pfarrer Dr. Wilfried Glabach, Evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr, 2. Synodalältester: Dr. Gerd Uhlich, Evangelische Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf, 3. Synodaleälteste: Martina Klawonn, Evangelische Kirchengemeinde Emmelshausen-Pfalzfeld, Vertreter 2. Synodalältester: Manfred Knieling, Evangelische Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf sowie Vertreterin 3. Synodalälteste: Kirsten Lenz, Evangelische Kirchengemeinde Adenau.
Der KSV leitet den Kirchenkreis zwischen den Kreissynoden. Er setzt sich aus drei theologischen und vier nicht-theologischen Mitgliedern zusammen, die von der Kreissynode für jeweils acht Jahre gewählt werden. Die Leitung liegt beim Superintendenten.

Zur Theologischen Abgeordneten für die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist Pfarrerin Metje Steinau, Evangelische Kirchengemeinde Mayen, gewählt worden. Stellvertretende Theologische Abgeordnete ist Pfarrerin Vera Rudolph, Evangelische Kirchengemeinde Koblenz-Lützel.

Harald Kruse, Vorsitzender des kreiskirchlichen Finanzausschusses, Evangelische Kirchengemeinde Urmitz-Mülheim, hat letztmalig den Finanzbericht vorgelegt: „Glücklicherweise haben sich […] die zwischenzeitlichen Bedenken zu massiveren Einbrüchen in der Kirchensteuerentwicklung zumindest zu einem guten Teil zerstreut.“
„Das Geld der Kirche ist kein Selbstzweck. Es hat nur dann einen Sinn, wenn wir es nutzen, um Gottes Wort glaubwürdig zu verkünden, seinen Gemeinden einen guten Rahmen zu geben und den Schwachen in Seelsorge und Diakonie beizustehen.“

Die Andacht zur Eröffnung der Kreissynode hat Synodalassessorin Birgit Becker, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Mitteln gehalten… (Download)

Pfarrer Markus Risch, Evangelische Kirchengemeinde Emmelshausen-Pfalzfeld ist am Sonntag mit Gottesdienst aus seinem Dienst entpflichtet und verabschiedet worden. Er ist designierter hauptamtlicher Superintendent des Nachbarkirchenkreises Simmern-Trarbach. Https://www.youtube.com/watch?v=vrINL-xb_U4&feature=youtu.be

Verwaltungsleiter Hans-Joachim Bergweiler würdigte die „sehr gute Begleitung der Synode durch die Firma Zeusaudio Veranstaltungstechnik Koblenz und IBCF Netzwerktechnik Urbar“.

Der Evangelische Kirchenkreis Koblenz ist ein regionaler Zusammenschluss von 24 Kirchengemeinden mit insgesamt 79.050 Protestantinnen und Protestanten im nördlichen Rheinland-Pfalz (Stand Oktober 2020).
Er dehnt sich aus von Oberwinter im Norden bis zum südlichsten Zipfel in Oberdiebach und Manubach, geht den Hunsrück hinauf bis Emmelshausen und Pfalzfeld, in das Moseltal hinein bis Cochem und in das Ahrtal bis Adenau. Flächenmäßig bildet er so den zweitgrößten Kirchenkreis innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Pressemitteilung: Katrin Püschel. Fotos: Birgit Becker, Katrin Püschel.

News vom

Zurück