„Koblenzer Küche“ schafft Gemeinschaft und Freude am Kochen

Gedenktafel für Pfarrer Paul Schneider in der Kirche von Womrath (Eine Identische befindet sich in der evangelischen Kirche von Dickenschied).
Gedenktafel für Pfarrer Paul Schneider in der Kirche von Womrath (Eine Identische befindet sich in der evangelischen Kirche von Dickenschied).

Koblenz. Die Koblenzer Küche richtet sich an Menschen aus Koblenz, die nach neuen Kontakten und Gesellschaft suchen. Seit Oktober 2018 besteht das Angebot des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Koblenz und lädt einmal monatlich im Bürgerzentrum Lützel zum Kennenlernen und Kochen ein.

Das erste Treffen fand mit drei Teilnehmer*innen statt, die über die Zeitung auf das Angebot aufmerksam geworden sind. Beim zweiten Treffen waren es bereits sechs Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Herkunftsbiographien. Seit Dezember 2018 besteht die Gruppe aus zehn Koblenzer*innen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren.

Wie an der steigenden Anzahl der Teilnehmer*innen zu erkennen ist, existiert in der Stadt Koblenz ein Bedarf nach Raum und Möglichkeit, andere Menschen kennen zu lernen. Viele Menschen fühlen sich einsam und genießen es einmal im Monat eine Aktivität in einer Gruppe zu unternehmen. Zusammen zu kochen und schließlich gemeinsam zu essen zeigt sich für diesen Bedarf als ein niedrigschwelliges Angebot, welches erfolgreich angenommen wird.

Dank der Förderung der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Koblenz konnte sich die Gruppe der Koblenzer Köche und Köchinnen ein Grundgerüst an brauchbaren Kochutensilien wie Gewürze, Öle oder ein Nudelsieb anschaffen. Gekocht wird jedes Mal so frisch wie möglich. Auch achtet die Gruppe auf Nachhaltigkeit und Regionalität beim Einkauf der Lebensmittel. Nicht „billig“ muss die Priorität bei der Wahl der Produkte sein. Die Förderung der Sparkasse bietet die Chance, regionales Fleisch, Obst und Gemüse zu verwenden. Somit lebt die Koblenzer Küche den Grundsatz: „Von Koblenzer*innen, in Koblenz, für Koblenz“.

„Außerdem bietet das Budget Ihrer Förderung einen großzügigen Raum für Kreativität bei der Planung der Gerichte. Vielfalt besteht somit nicht nur aus den Teilnehmer*innen sondern auch auf der Speisekarte. Vom japanischen Abend bis zur Küche des Sudans lebt die Koblenzer Küche internationale Offenheit. Dafür braucht es immer wieder Mut und Neugier, sich auf Unbekanntes einzulassen. Der Gewinn: eine Horizonterweiterung durch ein inklusives Leben der eingebrachten Kulturen“, berichtet Maria Schäfer von der Beratungsstelle für Erziehung-, Partnerschafts-- und Lebensberatung des Diakonischen Werkes.

„Ziel ist es; die Koblenzer Küche als festes Angebot zu etablieren und so Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern, mit unterschiedlichen Lebensläufen, unterschiedlichen Alters und unterschiedlichster Lebenslage in Koblenz Gemeinschaft zu ermöglichen. Somit soll ein Beitrag für ein friedliches Miteinander in der Stadt Koblenz geleistet werden. Durch die positive Atmosphäre beim gemeinsamen Kochen und Essen kann Einsamkeit überwunden und Verbundenheit sowie Verständnis gestärkt werden“, beschreibt Mareike Blum von den Interkulturellen Diensten den Hintergrund des erfolgreichen Projekts.

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