175 Jahre Stiftung Evangelisches Stift St. Martin

Im Bild von links: Oberbürgermeister David Langner, Johann-Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Hans-Jürgen Gutenberger, Vorsitzender der Stiftung, hielten bei der Feier zum 175. Bestehen der Stiftung Evangelisches Stift St. Martin die Festreden.

Gesundheitsministerin lobt die Erfolgsgeschichte für Koblenz

Koblenz. Das Jahr 1844: Seine Idee war es, in Koblenz ein Waisen- und Krankenhaus zu schaffen. Sein Glaube war es, dass Gott dies Werk wohlgefällig sei. Als seine innere Verpflichtung spürte er, nicht an der Not anderer vorbeizugehen. Und sein Wille war es, nicht auf andere zu warten, sondern selber zu handeln – der Mann hieß Johann-Friedrich Kehr. Buchdrucker und Gründer der Stiftung Evangelisches Stift St. Martin.

„Durch seine Hartnäckigkeit konnte die Stiftung dauerhaft zu einer Erfolgsgeschichte werden“, sagte Hans-Jürgen Gutenberger, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stiftung, 175 Jahre später. Er begrüßte die Gäste zu der Jubiläumsfeier im Schloss Koblenz. Viel wurde seit 1844 bis heute zum Wohle von Kranken, Armen, Alten und Waisen im Vermächtnis von Kehr erreicht. 1898 wurde unter anderem am jetzigen Standort des Ev. Stifts St. Martin, in der Johannes-Müller-Straße, das erste Krankenhaus gebaut.

Gutenberger nannte einige Meilensteine der Stiftung aus der Neuzeit wie den Neubau des Seniorenhauses in der Kurfürstenstraße 1968, den Neubau des Krankenhauses 1974, die Übernahme der Trägerschaft des Stationären Hospizes 2006, den Start zum Bau des Wohnparks am Stift im selben Jahr und die „Herzensangelegenheit Neubau Kapelle St. Martin“ mit dem bekannten Lüpertz-Fenster und seiner Einweihung 2010. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen sagte er: „Nach zwei Fusionen sind wir jetzt an dem Punkt, dass wir es als nachhaltig sinnvoll erachten, in Koblenz nur noch einen Krankenhausstandort zu führen. Das ist uns emotional nicht leicht gefallen, aber der aus unserem Ev. Stift entstehende Gesundheitscampus passt gut zum Grundgedanken unserer Stiftung.“

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler lobte die besondere Leistung, die die Stiftung für Koblenz erbracht hat, als eine „Erfolgsstory“. „Sie haben trotz ständigem Wandel und Anpassung an neue Rahmenbedingungen Ihr Ziel nie aus den Augen verloren. Heute ist mit Ihrer Mithilfe mit dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein ein weiteres Krankenhaus der Maximalversorgung in Rheinland-Pfalz entstanden.“ Auch die Ein-Standort-Lösung sei eine auf die Zukunft ausgerichtete Maßnahme, die unterstützt werde, denn sie betonte: „Sie können die Landesregierung als Partner an Ihrer Seite wissen!“

Oberbürgermeister David Langner hob den Gedanken der christlichen Nächstenliebe hervor. „Der Mensch steht hier im Mittelpunkt und ich bin zuversichtlich, dass wir getragen von diesen Werten die Zukunft gemeinsam gestalten werden.“ Der Festredner Johann-Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, erinnerte an den Namenspatron St. Martin und seine „Guttat“, die allerdings nur einzeln und nicht dauerhaft war. „Sie als Stiftung handeln nicht mehr aus einem spontanen Impuls heraus, Sie haben eine dauerhafte Arbeits- und Lebenseinstellung, die professionell und ehrlich ist. Hier die Balance jeden Tag neu zu finden, das ist ein großes Programm und eine wunderbare Aufgabe.“

Pressemitteilung und Foto: Stiftung Evangelisches Stift St. Martin.

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